Das neue Kampfflugzeug

Saab Gripen: Die strategische Wahl

Unsere 54- F-5 Tiger sind jetzt bald 30 Jahre alt, total sind mit dem Tiger über 250'000 Flugstunden absolviert worden. Der Tiger, ein Kampfflugzeug aus den 70-er Jahren, ist jetzt am Ende der technischen Lebensdauer. Der Tiger kann zwar noch fliegen, aber kann heute nicht mehr eingesetzt werden, beim:

·    Luftpolizeidienst in der Nacht und bei allen Wetterlagen

·    Nicht mehr bei der Luftkampfführung.

Wenn die Schweiz die Kompetenz für die Luftkampfführung und die Fähigkeit für den Luftpolizeidienst erhalten will, braucht es als Ersatz neue Kampfflugzeuge.

Mit unseren 33 F/A 18 kann der Luftpolizeidienst in einer normalen Lage erfüllt werden. Sobald die Luftwaffe aber länger permanent in der Luft präsent sein muss, wenn mehr Kontrollen und mehr Raumschutz in der Luft nötig werden, langen die heutigen Mittel nicht mehr.

Für die Kontrolle und Durchsetzung von Überflugverboten müssen 2 Patrouillen mit je 2 Flugzeug in der Luft sein. 1 Patrouille kann eine Intervention machen, die 2. Patrouille überwacht den Luftraum weiter. In ausserordentlichen Lagen kann ein solcher Einsatz rund um die Uhr mit unseren 33-F/A 18 nur 2 Wochen lang durchgehalten werden. Dann sind die Kapazitäten erschöpft. Und ohne genügenden Luftschirm ist dann auch ein Einsatz des Heeres nur mit zu grossen Risiken zu machen.

Am 30.11.11 hat der Bundesrat beschlossen, 22 Kampfflugzeuge des Typs Saab Gripen zu beschaffen. Diese Beschaffung soll dann auch mit dem Rüstungsprogramm 2012 dem Parlament beantragt werden.

Der Gripen erfüllt die militärischen Anforderungen, ist in der Beschaffung und in den Betriebskosten wesentlich günstiger als der Rafale oder der Eurofighter.

Der Gipen ist ein leistungsstarkes Kampfflugzeug: Er ist zwar mehr als 3 Tonnen leichter als der Rafale, kann mit einem Triebwerk zirka 7 Tonnen weniger zuladen, fliegt aber schneller als Rafale und Eurofighter und höher als der Rafale. Sicher ist der Gripen wendiger und braucht die kürzeste Landerollstrecke. Mit Nachbrenner startet der Grippen wie der Eurofighter bereits nach 500 m Rollstrecke und steigt wie der Eurofighter 200 m/s.

Der Gripen bietet das beste Preis-Leistungs-verhältnis und kostet rund die Hälfte des Rafale oder 2/3 des Eurofighters.

Wenn es um die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge geht, dass sind sofort die Gegner unserer Armee präsent.

GSoA und ihre Verbündeten (SP und die Grünen) drohen mit dem Referendum oder notfalls mit einer neuen Initiative. Es wird zweifellos zu einer Volksabstimmung kommen, die wir gewinnen müssen.

Aus Sicht der KOG ist es deshalb wichtig, dass wir die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von der Notwendigkeit vom Tiger-Ersatz überzeugen können.

Es ist auch wichtig, dass der Typenentscheid des Bundesrats unterstützt wird, weil der politische Gegner versuchen wird, den Typenentscheid in Frage zu stellen, damit das Rüstungsprogramm 2012 ohne Gripen verabschiedet wird. Das Terrain wird so oder so für die Unterschriftensammlung und Volksabstimmung von der GSoA und der SP vorbereitet.

Ich fasse zusammen:

Der Tiger-Teilersatz ist nötig, weil

·    die Luftwaffe bei einem Konflikt immer das Mittel der ersten Stunde ist,

·    die Armee ohne Luftwaffe keine Operation durchführen kann,

·    und die Durchhaltefähigkeit bei einem Konflikt länger als 2 Wochen sein muss.

Der Gripen-Entscheid ist richtig, weil

·    der Gripen das beste Preis-Leistungsverhältnis hat,

·    Die Luftwaffe den Gripen auf der bestehenden Infrastruktur ohne teure Neubauten nutzen kann,

·    Der Gripen wegen seiner Wendigkeit im Alpenraum summa summarum für den Kleinstaat Schweiz perfekt zugeschnitten ist.

Oberst J Velinsky, Präsident KOG SG

Gripen

Mediencommuniqué der SOG vom 27. April 2012

 

Rüstungs-referendum?

Im Vorfeld der Vorbereitung der Beschaffung eines neuen Kampfflugzeuges wird gelegentlich der Eindruck erweckt, es bestehe die Möglichkeit oder gar die Wahrscheinlichkeit, dass das letzte Wort dem Souverän an der Urne gehören würde ... weiterlesen

Ein Artikel von Oberst i Gst D Brunner